Tausch eines Erhitzers mit kühlem Kopf

Anlagenmontage in der Holzindustrie

Geschickt eingefädelt: So könnte man die Arbeit des Kranführers, der Einweiser und der Monteure des SCHOLPP-Teams Leipzig bei diesem Projekt auf den Punkt bringen. Für die HIT Holzindustrie Torgau  GmbH & Co. KG in Nordsachsen musste im Pelletwerk die Hauptkomponente der Linie 1, ein  Erhitzer zur Holzverarbeitung mit einem Gesamtgewicht von 35 Tonnen ausgetauscht werden. Komplex waren die Arbeitsschritte rund um Demontage und Remontage, im Millimeterbereich bewegten sich große Komponenten bis zu 35 Tonnen Gewicht. Am Ende war es eine mechanische und zeitliche Punktlandung, die den Auftraggeber begeisterte.

HIT Holz in Torgau ist eines der modernsten Sägewerke Deutschlands und der größte europäische Hersteller von Europaletten. Zum Produktportfolio des Unternehmens gehören zudem Holzbriketts und -pellets sowie Hölzer für Haus, Landschaft und Garten. Dabei arbeitet HIT Holz mit einer einzigartige Wertschöpfungskette: Vom Rundholz bis zum Produkt werden 100 % des Holzes verwendet, selbst der letzte Span. Entsprechend anspruchsvoll und groß sind die technischen Anlagen zur Holzverarbeitung.

Der Auftrag für SCHOLPP lautete: Tausch eines Erhitzers in der Produktionslinie 1 im Pelletwerk mit einem Anlagengesamtgewicht von  90 Tonnen bei Gesamtraummaßen von 10 Meter Breite, 6  Meter Tiefe und 15 Meter Höhe. Demontage und Remontage sollten nach Kundenwunsch so zeitsparend wie möglich in Großkomponenten erfolgen. Die Erhitzerlinie besteht aus mehreren Großteilen: dem Erhitzer selbst (35 Tonnen), einem sogenannten Ecomizer (3-teilig, ca. 20 Tonnen), dem Übergangsstück (32 Tonnen) und dem Feuerofen. Neben den großen Gewichten waren die Ausmaße für die Einbringung von hoher Relevanz: der Erhitzer maß 4,40 Meter im Durchmesser und neun Meter in der Höhe; der Ecomizer war sechs Meter hoch und über eine Rauchgashaube dirket mit dem Erhitzer im oberen Teil verbunden.

Detaillierte Projektplanung in fünf Schritten

Das Gesamtprojekt des Aus- und Einbringens von Übergangsstück, Erhitzer und Economizer planten die SCHOLPP-Ingenieure gemeinsam mit HIT auf fünf Phasen. In der ersten Phase wurde das Gebäude baulich vorbereitet, dazu gehörte unter anderem die Öffnung des Hallendaches genau über der Anlage. In der zweiten Phase legte das SCHOLPP-Team die gesamte Anlage frei. Dabei realisierte man den Rückbau von Stahlkonstruktionen, Rohrleitungen, Elektrik sowie Zwischen- und Begehungsbühnen. Alle mechanischen Handgriffe und die notwendigen Hubarbeiten hatte SCHOLPP gemeinsam mit weiteren Partnerfirmen übernommen. In Phase drei ging es an die Ausbringung der verschiedenen Komponenten mittels Mobilkränen (100 und 400 Tonnen), und zwar in der Reihenfolge: Kleinkomponenten wie Rohre, Stahlträger und Begehungsbühnen, Übergangsstück, dann Economizer, weitere Stahlträger und Begehungsbühnen, zuletzt der Erhitzer.

Anspruchsvolle Hebemanöver mit dem Mobilkran

Ganz so einfach war das jedoch nicht und erforderte einige Zwischenschritte. Die Komponenten befanden sich bei der Ausbringung teilweise quer zur Dachöffnung, das heißt, sie mussten innerhalb der Halle und vor dem Ausheben noch 90 Grad in Längsrichtung gedreht werden. Nur so passten die Anlagenteile durch die Öffnung und konnten über das Dach ausgebracht werden. Der Economizer wurde ebenfalls im Gebäude erst angehoben und dann Richtung des Daches zur Ausbringungsöffnung geschwenkt. An vielen Stellen waren nur wenige Millimeter Platz zwischen den gehobenen Komponenten und Gebäudeteilen. All diese Manöver verlangten viel Geschick und Präzision vom erfahrenen Kranführer sowie absolute Konzentration bei den beiden Einweisern. Das Übergangsstück wurde zwischenzeitlich außerhalb der Halle auf einer 4,50 Meter hohen Absetzkonstruktion aus Geigerböcken und Stahlträgern abgelegt und technisch zur Wiederverwendung aufgearbeitet.

Die Einbringung der verschiedenen Komponenten wurde in Phase vier realisiert, dabei liefen im Wesentlichen die gleichen Arbeitsvorgänge und Kranbewegungen wie bei der Ausbringung ab. Nur die extrem feinfühlige Zusammenarbeit der zwei erfahrenen Einweiser mit dem routinierten Kranführer ermöglichte die passgenaue Einbringung des Erhitzers auf den Millimeter genau. In der letzten Phase schließlich komplettierten die Monteure die Anlage wieder. Im weiteren Verlauf wurden Stahlbau, Bühnen, Rohrleitungen sowie Elektrik wieder installiert und am Ende das Dach wieder geschlossen. Sechs Wochen dauerte dieses Projekt, das in diese gut geplanten Phasen geteilt werden musste. Technisches Know-how, versierte Logistik und gute Organisation gaben den Ausschlag für den Erfolg – und die Begeisterung des Auftraggebers.

Hohe Kundenzufriedenheit sichert Folgeauftrag

Es war bereits das zweite Projekt, das SCHOLPP erfolgreich für HIT realisierte. Das SCHOLPP-Team konnte mit seiner ganzen Erfahrung punkten und hat beim Kunden einen so guten Eindruck hinterlassen, dass vor Ort gleich ein drei Mann starkes Instandhaltungsteam stationiert wurde. Kundenzufriedenheit erzielt, weitere Kooperation vereinbart – so verstehen wir Industriedienstleistung.

Spezialist im Anlagenbau: Anlagenmontagen mit SCHOLPP
Spezialist im Anlagenbau: Anlagenmontagen mit SCHOLPP
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Spezialist im Anlagenbau: Anlagenmontagen mit SCHOLPP
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Kurzübersicht
Kunde:

HIT Holzindustrie Torgau GmbH & Co. KG, Torgau/Sachsen

Branche:

Anlagenbau

Projektart:

Regionale Projekte

Aufgabe:

Demontage und Remontage einer Erhitzeranlage zur Holzverarbeitung (90 t)

Eingesetzte Technik:

zwei Mobilkräne (100 t und 400 t), Montagecontainer, zusätzliche Absetzkonstruktion bestehend aus Geigerböcken/Stahlträgern (Höhe der Konstruktion etwa 4,50 m), Gelenk-Teleskop-Hebebühne

Besonderheiten:

extrem feinfühlige Zusammenarbeit und Abstimmung der zwei Einweiser mit dem Kranführer, passgenaue Aus- und Einbringung des Erhitzers millimetergenau realisiert

Ansprechpartner:

Haben Sie eine konkrete Frage zu diesem Projekt? Dann können Sie hier mit uns Kontakt aufnehmen.