Maschinenumzug nach Asien

Der exotische Subkontinent

Asien ist der größte Kontinent der Erde. Mehr als 4,5 Milliarden Menschen leben hier. In der globalisierten Welt ist Asien für europäische Firmen ein Wachstumsmarkt und bietet viele ungenutzte Chancen. Um erfolgreich zu sein, sind jedoch eine Vielzahl an Einflussfaktoren zu beachten, vor allem kulturelle und sprachliche. Lokale Partner sind daher bei Maschinenumzügen in Länder wie Malaysia, Thailand, China, Indonesien oder Singapur Gold wert, denn sie sind mit den kulturellen und lokalen Gegebenheiten vertraut. SCHOLPP weiß um potenzielle Stolpersteine und räumt diese aus dem Weg. Wir sind vor Ort und helfen Ihnen, Ihre Maschinen in Europa ab- und in fernen asiatischen Ländern wieder aufzubauen.


Länder, Kulturen, Besonderheiten

Umzug nach Asien: Gründe und Herausforderungen

Arbeitsbedingungen, Markteroberung, Produktionskosten, Steuern oder Zollerleichterungen – die Gründe, warum Unternehmen einen Maschinenumzug nach Asien planen, können vielfältig sein. Einige Unternehmen zieht es auch nach Asien, um den dortigen Markt über kurze und ressourcenschonendere Lieferwege bedienen zu können. Wichtiger Standortvorteil vor Ort sind immer die geringeren Kosten für den Energieverbrauch und ebenfalls die geringere CO2-Belastung durch kurze Transportwege. Neben gesetzlichen landestypischen Eigenheiten, verschiedenen Zollsystemen und der Entfernung zu Deutschland zeigt die Erfahrung von SCHOLPP aus fast 30 Jahren Präsenz im Markt, dass der kulturelle Unterschied häufig die entscheidende Hürde für einen erfolgreichen Umzug nach Asien ist.

Kulturelle Missverständnisse können Geschäfte erschweren

So divers Europas Kulturen sind, so divers sind auch die Kulturen in Asien. Kulturelle Unterschiede gelten hier wie dort als die Würze des Zusammenlebens – nicht nur kulinarisch. Beim Anbahnen von Geschäften zwischen Unternehmen aus verschiedenen Kulturen kann es schon bei der Begrüßung der Partner, beim gemeinsamen Essen oder auch bei den so entscheidenden Verhandlungen zu kulturell bedingten Missverständnissen kommen.

Zwei Probleme für europäische bzw. deutsche Unternehmen, die in Asien Fuß fassen wollen, bestehen darin, dass sie entweder ihre eigene Kultur als Blaupause über alles stülpen oder aber glauben, es gäbe die eine für Asien allgemeingültige „richtige Art, Geschäfte zu machen“. Dies gilt insbesondere auch in der Zusammenarbeit mit den jeweiligen staatlichen Organisationen.

Stefan Böhm ist seit vielen Jahren Geschäftsführer der SCHOLPP-Tochtergesellschaft in Malaysia. Er kennt das Land, die Leute und die kulturellen Eigenheiten. „In Malaysia ist es z.B. verboten, mit dem Auto vorwärts einzuparken. Macht man es dennoch, wartet ein Strafzettel“, erklärt Böhm. Das klingt wie eine Banalität, offenbart aber verschiedene Sichtweisen. Das gilt auch für den Preis ausländischer Fahrzeuge. „Wer in Malaysia einen Wagen aus der EU oder den USA kauft, bezahlt einen Luxuszuschlag“, zeigt Böhm den Protektionismus des Staates auf, der sich durchaus auch auf Maschinenumzüge auswirken kann.

Ein anderes Beispiel ist das unterschiedliche Verständnis von Hierarchien: Während in China Vorgesetzte niemals von ihren Mitarbeitern kritisiert werden, ist das in Deutschland ein in weiten Teilen etablierter Bestandteil der Verbesserungskultur. Einen höheren Stellenwert als in Deutschland hat in China das Alter. Dieses wird in Asien mit Weisheit und Würde gleichgesetzt. So kann der Satz „Sie sehen alt aus“ durchaus als echtes Kompliment bewertet werden. In Deutschland hingegen würden die meisten Menschen diesen Satz bestenfalls als wenig schmeichelhaft auffassen. Dies sind nur einige der möglichen Stolpersteine bei Geschäften in Asien. Die SCHOLPP-Experten sind seit fast 30 Jahren in Asien vor Ort und kennen Wege und Antworten.


Ratgeber

Die Top 3 der Herausforderungen beim Maschinentransport in Asien

Ein Maschinentransport nach Asien stellt Unternehmen beim Umzug von Produktionsanlagen vor besondere logistische Anforderungen. Unterschiedliche gesetzliche Vorgaben, klimatische und infrastrukturelle Bedingungen können Projekte erheblich beeinflussen. Wer Maschinen sicher und termingerecht verlagern möchte, benötigt deshalb einen Partner mit regionaler Erfahrung und Expertise für Logistikplanung.

1. Wie beeinflussen Zollgesetze und länderspezifische Vorschriften in Asien Maschinentransporte?

Asien ist kein einheitlicher Wirtschaftsraum. Jedes Land verfügt über eigene Zollbestimmungen, Einfuhrregelungen und Importgenehmigungen sowie Dokumentationspflichten und Sicherheitsstandards. Fehlende Dokumente oder unvollständige Angaben können bei der Ein- oder Ausfuhr zu Verzögerungen, zusätzlichen Kosten oder längeren Standzeiten führen. Besonders beim Transport von Maschinen und Industrieanlagen sind eine korrekte Klassifizierung sowie vollständige Begleitunterlagen entscheidend.

 

2. Wie wirken sich Klima und Umwelteinflüsse auf Maschinenumzüge nach Asien aus?

Von tropischer Luftfeuchtigkeit über Monsunzeiten bis hin zu extremen Hitzeperioden - klimatische Bedingungen beeinflussen den Maschinentransport in vielen asiatischen Regionen erheblich. Hohe Luftfeuchtigkeit kann Korrosion an Metall oder Schäden an empfindlichen elektronischen Komponenten verursachen. Starkregen, Überschwemmungen oder Taifune können Transportwege unterbrechen. Erfahrene Industriepartner kennen sich aus mit geeigneten Verpackungskonzepten, Korrosionsschutzmaßnahmen und passender Transportplanung, um Maschinen zuverlässig ans Ziel zu bringen.

 

3. Wie bekommt man die regional unterschiedliche Infrastrukturqualität in Asien bei Maschinentransporten in den Griff?

Während in manchen Ländern Asiens flächendeckend hochentwickelte Transportnetzwerke verfügbar sind, gibt es auch Regionen, deren Straßen-, Hafen- und Schienenkapazitäten qualitativ deutlich differieren. Schwertlasttransporte benötigen dann detaillierte Streckenanalysen und spezielle Transportlösungen. Engpässe bei Straßen, Brücken oder Hafenanlagen können zusätzliche Genehmigungen und alternative Transportwege erfordern. Eine frühzeitige Planung mit erfahrenen Logistikpartnern minimiert diese Risiken und erhöht die Terminsicherheit komplexer Maschinenumzüge.


Sie haben noch Fragen?

Gern unterstützen wir Sie mit unserer Erfahrung und Expertise beim Umzug von Maschinen weltweit. Vereinbaren Sie gleich einen Beratungstermin. Wir freuen uns, wenn wir Sie begleiten dürfen.


Stereotype, Klischees und Vorurteile 

Typisch Asien?

Alle fahren in diesen Billiglohnländern mit Ochsenkarren und mobilen Empfang hat man vielleicht am Flughafen - mit Vorurteilen wie diesen haben asiatische Länder immer wieder zu kämpfen. In den meisten Fällen stimmen diese aber mit der Realität schlicht nicht überein und hemmen unternehmerisch sinnvolle Umzugsentscheidungen.

„Shanghai hat zehnspurige Autobahnen und in Malaysia gibt es zahlreiche Stellen im echten Dschungel, weit ab von der nächsten Stadt mit 5G-Empfang. Das habe ich außerhalb deutscher Metropolen oft nicht“, ordnet Böhm ein. Auch wenn sich die Kulturen von den europäischen unterscheiden, in Sachen Fleiß und persönlicher Einsatz stehen die Asiaten Europa in nichts nach.

Ein Vorurteil allerdings stimmt – das Verkehrschaos. Vor allem Städte wie Kuala Lumpur haben ein chronisches Verkehrsproblem. Der Wohlstand des Landes führt zu einem Mehr an Individualverkehr. Zwar hat der Staat Infrastrukturverbesserungen bereits in Angriff genommen, diese reichen aber noch nicht aus, um die oft mehrstündigen Standzeiten im Verkehr abzubauen. Für ausländische Unternehmen ist es sinnvoll, ihre Mitarbeiter mit einem Shuttle-Service anreisen zu lassen. Ein routinierter einheimischer Fahrer kann mit den ungewohnten Verkehrsverhältnissen vor Ort besser umgehen.


Geschäfte in Asien

„Erst das Essen, dann der Vertrag“

Malaien, Chinesen und Inder agieren im Geschäftsleben allgemein beziehungsorientiert. Geschäfte werden mit bekannten Gesichtern abgewickelt, nicht mit fremden. Daher gilt vielfach der Grundsatz: „Erst das Essen, dann der Vertrag.“ Zuerst wird eine Vertrauensbasis geschaffen, die vor Ort gepflegt und gehegt werden muss. Dazu zählen auch persönliche Gespräche. Gerade in Malaysia gibt es keine Abkürzungen auf dem Weg zum erfolgreichen Geschäftsabschluss. Deshalb ist ein Ansprechpartner vor Ort für deutsche Unternehmen so wertvoll und nicht selten geschäftsentscheidend. SCHOLPP hat sich über die letzten Jahrzehnte in der Region einen Vertrauensvorschuss erarbeitet, von dem unsere deutschen Kunden nun profitieren. SCHOLPP ist das „bekannte Gesicht“.

Geschäftsleute aus dem Ausland können mit kleinen Gesten und Ritualen zeigen, dass sie die Kultur und die Lebensweise der Malaien respektieren. Wichtig ist, immer ausreichend Visitenkarten dabei zu haben. Die Karte wird aber nicht einfach lapidar überreicht. Das Ritual verlangt, dass die Visitenkarte mit beiden Händen übergeben und auch mit beiden Händen empfangen wird. Eine leicht angedeutete Verbeugung schraubt das Respektlevel noch einmal einige Prozent nach oben. Wer dies noch toppen möchte, verstaut die erhaltene Visitenkarte in einem offensichtlich teuren Visitenkartenetui.

Nicht nur Visitenkarten, auch kleine Geschenke können beim Aufbau von Geschäftsbeziehungen mit Asiaten und besonders mit Malaien den Ausschlag geben. Wählen Sie nichts aus dem Airport-Store. Ein Mitbringsel aus Ihrer Heimat zeigt, dass Sie sich Gedanken gemacht haben. Derartige Gesten sind nicht nur beim ersten Treffen gerne gesehen. Wenn Sie erfahren, dass ein Dienstjubiläum oder die Eröffnung eines neuen Betriebsstandorts ansteht, können Sie mit gewissenhaft gewählten Präsenten für eine Stimmung zu Ihren Gunsten sorgen. Achten Sie dabei darauf, welcher Ethnie die Empfänger der Geschenke entstammen. In Malaysia etwa leben Inder, Chinesen, Malaysier und viele Muslime. Muslimischen Partnern sollten Sie keinen Alkohol mitbringen, während Sie bei Geschenken für Chinesen sehr genau auf die symbolische Bedeutung achten sollten. Schenken Sie einem Chinesen beispielsweise eine Uhr, wird diese mit dem herannahenden Tod in Verbindung gebracht – hier ist also Vorsicht geboten. In Malaysia sollten sie sich mit größeren Geschenken besser zurückhalten. Sie können rasch als Bestechungsversuch interpretiert werden. Setzen Sie also lieber auf kleinere Aufmerksamkeiten.

Es gibt zahlreiche interkulturelle Fettnäpfchen, in die Sie mit Ihrem Unternehmen in Malaysia treten können. Das Gleiche gilt für Länder wie Thailand, Indonesien oder Singapur. Manche sind klein, andere wiederum können zum Abbruch von Verhandlungen führen. SCHOLPP-Mitarbeiter vor Ort kennen Land und Leute und unterstützen Sie, sich sicher im Geschäftsalltag zu bewegen.

Malaysia – stabile Demokratie und erste Adresse in Asien

Einer der wichtigsten Punkte, warum sich europäische bzw. deutsche Unternehmen in Asien für den Standort Malaysia entscheiden, ist die sehr stabile Demokratie vor Ort. „Im Land leben rund 50 Prozent Malaien, die überwiegend indonesische Wurzeln haben. 23 Prozent der Bewohner sind Chinesen, die in der Regel über die größten finanziellen Ressourcen verfügen. Die restlichen Einwohner stammen aus Indien oder gehören zu indigenen Völkern. Da diese drei großen Gruppen jeweils komplett unterschiedliche Sprachen sprechen, hat man sich auf die Amtssprache Englisch geeinigt“, berichtet Stefan Böhm.

Alle Ethnien im Land werden von einer stabilen Wahlmonarchie zusammengehalten. „Aus sieben Sultanaten wird nach einer definierten Amtszeit ein neuer König vom Volk gewählt. Das Land profitiert von dieser Form der Regierung, weil es im Gegensatz zu anderen Ländern der Region wie Myanmar oder Thailand eine sehr stabile Demokratie hat. Die Regierungsform gilt in dieser Ecke der Welt als echter Standortvorteil“, erklärt Böhm. Im Vergleich zu vielen anderen asiatischen Ländern gibt es eine sehr hohe Rechtssicherheit. Auch ist Malaysia selbst ein sehr modernes Land mit einem hohen Grad an Digitalisierung, die in Deutschland teilweise nicht erreicht wird. Ein weiterer sind einheimische Mitarbeiter, die für deutsche Unternehmen ein profitabler Benefit sein können.


Vorteil: Lokales Personal beim Maschinenumzug

Einheimische Mitarbeiter kommunizieren sicher auf der Baustelle

Eine Arbeitserlaubnis für deutsche Mitarbeiter in Malaysia zu erhalten, ist verhältnismäßig einfach – vor allem im Vergleich zu Ländern wie z.B. Australien. „Das Problem liegt eher darin, Deutsche für eine Montage in einem fernen Land zu begeistern. Länder wie Malaysia sind für viele junge Menschen Urlaubsdestinationen, aber keine Orte zum Arbeiten“, so Böhm. Ein weiterer Punkt, warum sich viele Unternehmen für einheimische Mitarbeiter entscheiden, ist, dass die Malaien mittlerweile sehr gut qualifiziert sind, auch wenn es kein so strukturiertes Ausbildungssystem wie in Deutschland gibt. In den Bereichen Mechanik, aber auch Elektrik sind die asiatischen SCHOLPP-Monteure auch durch interne Schulungen und gemeinsame Projekte mit deutschen Standorten auf einem vergleichbaren Niveau.

Unternehmen können im Vorfeld eines Maschinenumzugs nach Asien bereits malaiische Mitarbeiter an einem deutschen Standort aus. So kann der Knowhow-Transfer und ein schnelles Ramp-up sichergestellt werden. Besonders die Rolle der Führungskraft ist entscheidend für die Mitarbeiterbindung. Loyalität schafft man, wenn man sich um seine Mitarbeiter kümmert und echtes Interesse zeigt. Die malaysischen Mitarbeiter von SCHOLPP haben aktuell in der Regel mindestens zehn Jahre Betriebszugehörigkeit.

Viele deutsche Unternehmen schätzen es dennoch, wenn der Verantwortliche vor Ort, in der Regel der Baustellenleiter, aus Deutschland kommt. Das hat nicht nur sprachliche Vorteile. Organisatorisch und fachlich kann der Supervisor das Projekt am besten bewerten und führen, wenn er bereits die Demontage begleitet hat. Für die Remontagen kann die Umsetzung dann mit lokalem Fachpersonal erfolgen, welches angeleitet wird. Für viele deutsche Unternehmen ist diese Verwurzelung in zwei Welten ein klarer Pluspunkt für SCHOLPP. Sind die lokalen Mitarbeiter gut ausgebildet und auf die Maschinen vorbereitet, die ankommen, erledigen sie zuverlässig und selbstständig die aufgetragenen Arbeiten, mit dem besonderen Sprachvorteil.


Professionelle Unterstützung beim Maschinenumzug nach Asien

Sprechen Sie mit unseren Experten

Der Umzug von Maschinen und Produktionsanlagen ist ein komplexes Projekt. Dafür benötigen Sie einen erfahrenen Partner, der Sie bereits ab der Planungsphase durch das gesamte Projekt begleitet. Unser Team beantwortet gern alle Fragen rund um unsere Dienstleistungen und alle wichtigen Themen zu Ihrem Maschinenumzug nach Asien. Rufen Sie uns gern an, schreiben Sie eine E-Mail oder füllen Sie das Kontaktformular aus und wir werden uns so schnell wie möglich melden.


Maschinenumzug nach Asien

Welche Hürden warten?

Von Malaysia und China aus kann das Scholpp-Team in Zusammenarbeit mit den deutschen Standorten effizient Maschinenumzüge und Produktionsverlagerungen von Europa nach Asien koordinieren und weiß mit den nationalen Vorgaben und Anforderungen für den Transport schwerer Maschinen umzugehen.

Ein Beispiel ist China. Das Land hat in Punkto Maschinenimport eine klare Politik. „Keine dieser Maschinen darf älter als fünf Jahre sein – das muss man schon vor der Planungsphase wissen“, erklärt Böhm. Es sollen nur neue und moderne Maschinen importiert werden.

Ein weiterer Fallstrick ist die Verzollung – und zwar nicht nur in China. Nach Angaben des Royal Malaysian Customs Departments gibt es in Malaysia bei ausgewählten schweren Industriemaschinen in Einzelfällen Einfuhrbeschränkungen. Diese sind beim Transport in das Land genau zu beachten. In Indonesien können das komplexe Zollsystem und die verschiedenen Vorschriften auf lokaler, regionaler und nationaler Ebene für Unerfahrene zu einem Hindernisparcours werden. In Singapur wiederum legen die Behörden größten Wert auf die Einhaltung von Qualitäts- und Sicherheitsstandards. Dies kann in bestimmten Fällen zu zusätzlichen Anforderungen an eingeführte Maschinen führen. In Thailand gibt es unterschiedliche Zolltarife. Auch wenn bei den meisten Maschinenbauerzeugnissen ein Regelzollsatz zwischen einem und fünf Prozent gilt: Wie hoch dieser Satz genau ist, entscheidet sich nicht selten im Einzelfall.

Viele Schwierigkeiten mit dem asiatischen Zoll können in einem persönlichen Gespräch gelöst werden. Das Projektteam von SCHOLPP hat hier schon einiges erlebt. „Ich kenne Geschichten, da hat jemand etwas in China ein halbes Jahr nicht durch den Zoll gebracht“ erzählt Böhm, „da fehlte offenbar immer irgendwo eine Kleinigkeit. Vielleicht war ein Foto nicht richtig eingeordnet oder eine Zeile in einem Formular falsch ausgefüllt. Das lässt sich heute nur noch schwer nachvollziehen.“ Partner vor Ort können im direkten Gespräch mit den Zollbeamten Probleme identifizieren und in der Regel direkt aus dem Weg räumen. Eine der Erfolgsstrategien von SCHOLPP beim Maschinenumzug in bzw. nach Asien.

Versicherungsschutz in Asien

Welche Versicherungen für Mensch und Material sind für die Arbeiten und den Transport vor Ort in Asien notwendig? Scholpp arbeitet zum Schutz seiner Kunden hier mit identischem Versicherungsschutz und den Eindeckungen wie in Deutschland. „Auch beim Thema Arbeitsschutz setzen wir auf deutsche Standards“, versichert Böhm. Der Unterschied beim Thema Arbeitssicherheit zeigt sich besonders am Beispiel Ladungssicherung. Hierfür gibt es in Deutschland nicht nur strenge Vorschriften, sondern das ist gelebter Sicherheitsstandard. In manchen asiatischen Ländern sei das etwas anders. Dort kann es durchaus passieren, dass das Ladegut einfach auf einen Transporter geladen und, vorsichtig ausgedrückt, ans Ziel gewackelt wird.


Maschinenumzug nach Asien

Arbeitsstandards und gesetzliche Vorgaben für Mitarbeiter

Als ausländische Unternehmen gibt es zwei Wege, einen Mitarbeiter beispielsweise nach Singapur zu senden. Eine Möglichkeit besteht darin, den Mitarbeiter lokal in Singapur anzustellen. Eine andere ist, den Mitarbeiter zu entsenden.

Bei der lokalen Anstellung wird das originale Dienstverhältnis in der Regel ruhend gestellt. Bleibt das Arbeitsverhältnis bestehen, werden Entsendungsvereinbarungen angewendet. Dabei gilt zwar das Arbeitsrecht aus Ursprungsland, zusätzlich kommen aber verschiedene Vorschriften aus Singapur zur Anwendung.

Die Meldefristen für Arbeitnehmer liegen je nach Behörde zwischen 14 und 28 Tagen. Die Abmeldung der Adresse in Deutschland und die Anmeldung in Singapur haben auf die steuerliche Ansässigkeit keine Auswirkung. Ein Tipp: Die Mitarbeiter sollten sich immer bei der deutschen Botschaft anmelden – so kommen sie in den Genuss einer konsularischen Betreuung.

Steuerliche Angelegenheiten

Jede Entsendung bzw. lokale Anstellung kann in Einzelfällen durch Ausnahmen oder auch Einschränkungen in steuerlicher Hinsicht betroffen sein. Allgemeingültige Aussagen sind schwer zu treffen. Auch wenn bei einer Entsendung der Arbeitsvertrag bestehen bleibt, sind die lokalen arbeitsrechtlichen Vorschriften, z.B. zur Arbeitszeit, zu beachten.

Wird der Mitarbeiter versetzt und ein lokaler Arbeitsvertrag geschlossen, dann unterliegt der Arbeitnehmer den Regelungen des Arbeitsrechts im Land und dementsprechend auch der Steuerpflicht. In der Regel richtet sich diese nach der Aufenthaltsdauer, nachfolgend am Beispiel von Singapur erläutert:

  • Mitarbeiter, die maximal 60 Tage in Singapur arbeiten, werden als Non-Resident geführt. Sie sind in aller Regel in Singapur steuerbefreit.
  • Mitarbeiter, die zwischen 61 und 182 Tagen in Singapur arbeiten, unterliegen der Flat-Tax von 15 Prozent. In manchen Fällen kann auch eine progressive Steuerrate anfallen.
  • Wer mehr als 183 Tage in einem Kalenderjahr in Singapur arbeitet, ist im Land uneingeschränkt steuerpflichtig. Das entsprechende Einkommen wird progressiv zwischen 0 und 22 Prozent versteuert. Ein wichtiger Fakt: In Singapur müssen Arbeitnehmer ihre Einkommenssteuer selbst abführen.

Wenn Sie Arbeitnehmer in Asien einsetzen, sollten Sie sich unbedingt vorab immer über die aufenthalts-, arbeits-, sozialversicherungs- und steuerrechtlichen Regelungen informieren und fachlich beraten lassen. Dies betrifft ebenso die Sozialversicherung bzw. den Krankenversicherungsschutz. Hier können die deutschen Krankenkassen in der Regel Auskunft geben.


Erfahrener Partner ebnet Hürden

Maschinenumzug nach Asien: Ein Fazit

Einen Maschinenumzug nach Asien ist ein komplexes Vorhaben. Logistische, kulturelle, sprachliche, bürokratische und versicherungstechnische Hürden warten darauf, überwunden zu werden. Vielfach scheitern Unternehmen an der unverschuldeten Unkenntnis lokaler Gebräuche, gesetzlicher Vorschriften oder Zollbestimmungen, die man so nicht vermuten würde.

Lassen Sie sich bei Maschinenumzügen und Produktionsverlagerungen durch einen erfahrenden Partner mit Kontakten vor Ort begleiten. SCHOLPP kann Sie in jeder Projektphase und an fast allen Standorten in Asien unterstützen. Unsere Vor-Ort-Mitarbeiter kennen Land und Leute. Mit SCHOLPP als erfahrenem Verlagerungs-Dienstleister kommen Ihre Maschinen sicher in Asien an mit der Sicherheit deutscher Arbeits- und Sicherheitsstandards.


Best Practice

SCHOLPP ist seit fast 30 Jahren mit eigenen Standorten in Asien präsent

Mitte der 1990er Jahre brachte SCHOLPP ein Projekt für Druckmaschinen-Umzüge erstmals nach Asien. Schnell erkannten wir die Vorteile, nicht nur dorthin zu reisen, sondern vor Ort Standorte in Malaysia und China zu betreiben. So können wir seither namhafte deutsche Unternehmen aus Branchen wie der Auto- oder Halbleiterindustrie besser in Asien bei Montage- und Verlagerungsaufgaben unterstützen.

SCHOLPP in Malaysia - Vielfalt und Expertise im Herzen Südostasiens

Unser malaysischer Standort befindet sich in Shah Alam, der Hauptstadt des Bundesstaates Selangor. Die Stadt grenzt unmittelbar an Kuala Lumpur. Gegründet im November 1995 arbeiten aktuell circa 40 Mitarbeiter in unserer Dependance. Neben großen Büroräumlichkeiten können wir dort auf rund 1.400 m² Lagerfläche zurückgreifen. Unsere Vor-Ort-Mitarbeiter spiegeln die ethnische Vielfalt des Landes wider - Chinesen, Inder, Araber. Für diese Menschen ist das Arbeiten in anderen asiatischen Ländern unkompliziert möglich. Von Kuala Lumpur aus können wir unsere Kunden mit Spezialequipment für Einsätze in Asien bedienen. Dazu zählen beispielsweise hydraulische Hubgerüste bis 360 Tonnen, Gabelstapler und Industriekrane.

SCHOLPP in China - Industrieexpertise am Puls Shanghais

Shanghai ist eines der größten Wirtschaftszentren Chinas und der Welt. 1998 nahm SCHOLPP in der Millionenmetropole den zweiten asiatischen Standort in Betrieb. Hier profitieren wir und unsere Kunden von der geografischen Nähe zu zahlreichen wichtigen industriellen Branchen. Shanghai ist Chinas Zentrum für Textil-, Chemie- und Pharmaindustrie. Maschinen, Stahl und Druckerzeugnisse bilden zudem die Säulen der Wirtschaft vor Ort. In dieser pulsierenden Stadt sind wie in Malaysia rund 40 Menschen damit beschäftigt, um für unsere Kunden den Maschinenumzug nach Asien so reibungslos wie möglich zu gestalten. In der vollständig ausgestatteten Niederlassung stehen komplette Werkzeugcontainer mit Spezial-Hebezeugen sowie Lastaufnahmemittel nach deutschen Standards zur Verfügung. Equipment wie Hubgerüste und Gabelstapler stehen jederzeit bereit.


Standorte und Netzwerke weltweit

International agieren und Kunden unterstützen

Wo auch immer Sie etwas bewegen möchten – SCHOLPP ist vor Ort. Wir begleiten unsere Kunden bis ans andere Ende der Welt und unterstützen Montage- und Verlagerungsprojekte in internationalen Märkten. Unser weltweites Standortnetz umfasst Niederlassungen in Spanien, Italien, China und Malaysia sowie weltweite Kooperationsnetzwerke. Durch diese Netzwerke und unsere Erfahrungen haben wir in über 65 Jahren spezialisiertes Know-how aufgebaut, um für unsere Kunden vor Ort individuelle Lösungen für Transport- und Montageanforderungen zu entwickeln und zu nachhaltigen Erfolgen zu verhelfen.

Maschinenumzüge mit SCHOLPP

Maschinenumzüge mit SCHOLPP

Seit Jahrzehnten bewegen wir in Europa und auf allen Kontinenten tonnenschwere Aufträge. Jedes Projekt setzen wir dabei durch unsere Expertise in Detailplanung und intensiver Vorbereitung maßgeschneidert um. Mit SCHOLPP bewegt sich mehr als nur Maschinen.

 

Maschinen in die USA umziehen

Maschinen in die USA umziehen

Ein Maschinenumzug in die USA bringt eine ganze Reihe an Regularien und notwendigen Maßnahmen mit sich, die Unternehmen erfüllen und umsetzen müssen – eine Vielzahl rechtlicher, steuerlicher und kultureller Besonderheiten. Eine Herausforderung, der wir uns mit unseren Kunden gern stellen.

 

Europa: Profi-Maschinenumzüge

Europa: Profi-Maschinenumzüge

Innerhalb der EU sind die Voraussetzungen für Unternehmen, in fremde Märkte zu expandieren, transparent und die Kosten überschaubar. Beim Schritt aus ihrem Heimatmarkt heraus begleitet SCHOLPP Maschinenhersteller und Produzenten bei Maschinenumzügen innerhalb von Europa.

 

 


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Unser Team beantwortet gern Ihre Fragen rund um unsere Dienstleistungen und alle wichtigen Themen zu Ihrem Maschinenumzug nach Asien. Rufen Sie uns gern an, schreiben Sie eine E-Mail oder füllen Sie das Kontaktformular aus und wir werden uns so schnell wie möglich melden.

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Frequently Asked Questions (FAQ)

Ja. SCHOLPP koordiniert die gesamte Zollabwicklung im Rahmen internationaler Maschinenumzüge in Asien. Dazu gehören die Vorbereitung aller Export- und Importdokumente, die Abstimmung mit lokalen Zollbehörden sowie die Unterstützung bei Genehmigungen und Einfuhrbestimmungen. Durch erfahrene lokale Partner werden Verzögerungen an den Grenzen oder in Häfen minimiert.

Sehr hoch. SCHOLPP verfügt über langjährige Projekterfahrung in asiatischen Märkten und eigene Standorte in der Region. Die Teams sind mit kulturellen Besonderheiten, lokalen Geschäftsstrukturen und behördlichen Abläufen vertraut. So werden Kommunikationswege verkürzt und Missverständnisse im Projektverlauf vermieden.

Ja. Die Montageteams bestehen aus internationalen Fachkräften sowie lokalem Personal. Dadurch wird eine reibungslose Kommunikation auf der Baustelle ermöglicht – typischerweise in Englisch sowie in den jeweiligen Landessprachen. Zusätzlich sichern erfahrene deutschsprachige Projektleiter und Supervisor die technische Umsetzung ab.

SCHOLPP arbeitet weltweit nach definierten Sicherheitsstandards, die sich an deutschen Normen orientieren. Dazu gehören strukturierte Gefährdungsbeurteilungen, zertifizierte Hebe- und Transporttechnik sowie klar definierte Montageprozesse. Auch in Asien werden diese Standards durch lokale Teams und regelmäßige Schulungen und Trainings konsequent umgesetzt.

SCHOLPP setzt in Asien auf ein etabliertes Netzwerk aus lokalen Partnern und eigenen Standorten. Diese Zusammenarbeit ermöglicht schnellen Zugang zu regionalen Entscheidern und Genehmigungsprozessen, zu Infrastruktur und Equipment. So werden Transporte, Montagen und Behördenkommunikation effizient koordiniert und an lokale Rahmenbedingungen angepasst.