
Mercedes-Benz Museum, Stuttgart
SCHOLPP bringt 160 Exponate auf acht Ebenen ins Mercedes-Benz Museum. Dafür hat das Unternehmen eigens noch einen Aufzug konstruiert. Der Zeitplan war knapp. Trotzdem waren alle Autos pünktlich im Museum.
An den Toren Stuttgarts fällt vielen Reisenden das Mercedes-Benz Museum auf. Ein Kribbeln überkommt den Betrachter. Allein schon seiner Architektur wegen ist das Bauwerk einen Besuch wert. Hier hat eine einzigartige Marke ihr neues ebenso außerordentliches Zuhause gefunden. Auch im Inneren löst das Museum sein nach außen gegebenes Faszinationsversprechen ein. 16.500 Quadratmeter Ausstellungsfläche laden zu einer Zeitreise ein durch die 120-jährige Automobilgeschichte, durch Mythos und Collectionen, die weltweit ihresgleichen suchen.
"Es ging nicht alleine darum, dass hier Autos von A nach B transportiert und in einem Gebäude untergebracht werden sollten, sondern auch darum, dass für das Museum eine Transportmöglichkeit erstmals erarbeitet werden musste. Der Schwerpunkt lag also in der Ausarbeitung der einzelnen notwendigen Prozesse, um Fahrzeuge unterschiedlicher Größenordnungen in ein nicht einfach zu bestückendes Gebäude hineinzubringen. Und da SCHOLPP mit unserem Hause seit vielen Jahren zusammenarbeitet, bot sich das Unternehmen an", sagt Max-Gerrit von Pein, DaimlerChrysler Heritage.
Man meint zu fühlen, die bewundernswerten Fahrzeuge seien sich ihrer professionell arrangierten Wirkung bewusst. Dass sie sich seit der Museumseröffnung am 19. Mai 2006 an Ort und Stelle auf acht Ebenen befinden, ist einem außergewöhnlichen Einsatz von SCHOLPP zu verdanken. Im Herbst 2003 fragte die Mercedes-Benz Museum GmbH bei SCHOLPP an, um 160 Exponate unter schwierigsten Voraussetzungen in den Museumsneubau einzubringen. Bei der Vorplanung wurden die Bodenbelastungen gecheckt, die Plätze für die Exponate, die Einbringungsmöglichkeiten und vieles mehr. Um den verschiedenen Ebenen, Deckenhöhen, Statikbedingungen und Sicherheitsbestimmungen gerecht zu werden, hat die SCHOLPP-Werkstatt so manches Wunderwerk konstruiert, zum Beispiel ein Hubgerüst zum Anheben der Fahrzeuge in niedrigen Hallen und Querverschieben. Außerdem wurde der Octopus-Ladekran mit vier schwenkbaren Armen für Positionierungseinsätze in den Ebenen vom Diesel- auf Elektrobetrieb umgerüstet.
Nach dem Startschuss im Oktober 2005 kam es dann doch immer wieder anders als geplant. Oft mussten die Teams umdisponieren, ankommende Fahrzeuge im Depot zwischenlagern, weil es häufig zu unvorhergesehenen baulichen Umständen gekommen ist. Trotzdem wurde SCHOLPP pünktlich im Dezember fertig, nicht zuletzt dank der hervorragenden Zusammenarbeit mit dem Classic-Center-Team.