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36.000 Tonnen ab- und wieder aufgebaut

Weber Metals/Kalifornien - "Job of the Year"

Das 240 Tonnen schwere Herzstück der weltgrößten Presse für Titan- und Aluminium­teile fiel aus. In 14 Monaten mit insgesamt 25.000 Mannstunden de- und remontierte SCHOLPP den Pressgiganten und bekam dafür vom amerikanischen Verband SC&RA die Auszeichnung "Job of the Year" 2001.

Eine der weltgrößten Pressen für Titan- und Aluminiumteile mit einer unglaublichen Presskraft von 360 MN (Meganewton), einer Gesamthöhe von 17 m und einem Gesamtgewicht von 2.020 t steht in Paramount in Kalifornien. Umgeben von einer Hightech-Flugzeugindustrie, wie Boeing, Lockheed und anderen, stellt Weber Metals hier hochwertige Pressteile aus Aluminium und Ti­tan in beeindruckender Größe her. Das amerikanische Tochterunternehmen von Fuchs in Mein­erzhagen produziert unter anderem Rohlinge für Jumbo- und Airbus-Fahrwerke oder auch Cockpit-Trennwände für die Boeing 737.

Diagnose: Plötzlicher Herzstillstand
Im April 1999 streikte die größte und am meisten eingesetzte Presse wegen "akutem Herzver­sagen". Das Mittelstück und zugleich 240 t schwere Herzstück der Presse war gebrochen. Guter Rat war teuer, denn ein solcher Gigant konnte nicht in Nullkommanix zerlegt werden, geschweige denn wäre ein neues Gussteil vorhanden gewesen. So stellte sich die Frage, wer auf der Welt dieses Megateil überhaupt noch fertigen konnte.

Operation: 25.000 Arbeitsstunden
SCHOLPP bekam den Komplettauftrag für die De- und Remontage zum Einbau dieses Mega­teils. Der Austausch der Maschinenkomponente dauerte inklusive Zusatzarbeiten 14 Monate mit 25.000 Mannstunden. Dieses Projekt sollte das SCHOLPP-Team von September 1999 bis August 2000 auf Trab halten.

Instrumente: Griffbereites Equipment
Die Presse wurde Anfang der 90er Jahre von Sauter, Frankfurt, in Paramount aufgestellt. Im Jahr 1994 hat SCHOLPP die Mitarbeiter und das Equipment des in Konkurs geratenen Unter­nehmens übernommen und damit auch das Know-how und die Aufhängevorrichtungen für den erneuten Umgang mit der Maschine. Jetzt begann SCHOLPP, dieses Spezial-Equipment samt Hubgerüst etc. in Containern nach USA zu verschiffen. Dann zerlegte das Team die Presse in ihre Einzelteile. Es war ziemlich schwierig, die Verbindungen mit riesigen Schrauben­schlüsseln, hydraulischen Werkzeugen etc. zu lösen und sukzessive die Schwerteile auszuheben, um das "Herzstück" freizulegen.

Austauschteil: Gesucht und gefunden
Zwischenzeitlich war auch eine französische Gießerei gefunden worden, die das 240 t schwere Neuteil herstellen konnte, um es dann nach Kalifornien zu verschiffen. Im Hafen Long Beach angekommen wurde es auf ein bereitstehendes Transportfahrzeug verladen. Mit Polizeibeglei­tung gelangte es nachts nach Paramount. Anschließend lud SCHOLPP das Teil ab und setzte es in die Presse ein. Nach Remontage der Schwerteile war die "Herzverpflanzung" erfolgreich abgeschlossen. Für diese Arbeit erhielt SCHOLPP die 2001 zum ersten Mal an ein nicht amerikanisches Unternehmen verliehene Auszeichnung "Job of the Year"- des ameri­kanischen Verbandes SC&RA.

Ein Mega-Job mit mannigfaltigen Herausforderungen sowohl in technischer als auch organisatorischer Hinsicht: Eine der weltgrößten Titan-Aluminium-Pressen im kalifornischen Paramount bekommt ein neues "Herzstück".



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